Der Hauptwasserabsperrventil-Test hat einen kontinuierlichen Wasserfluss bestätigt. Das bedeutet: Irgendwo in Ihrem Leitungssystem fließt Wasser – auch wenn Sie es weder hören noch sehen können. Jetzt gilt es, die Quelle zu finden.
In vielen Fällen lässt sich die Ursache mit einem sorgfältigen Rundgang durch Ihr Haus selbst eingrenzen. Dieser Leitfaden zeigt Ihnen, worauf Sie achten sollten – Schritt für Schritt, Raum für Raum.
Ein bestätigter Wasserfluss bedeutet nicht zwingend einen sichtbaren Schaden. Mikroleckagen – an Ventilen, Armaturen oder der Toilettenspülung – können so minimal sein, dass sie mit dem Auge kaum erkennbar sind. Der Enzo one.drop registriert bereits kleinste, kontinuierliche Flüsse, die sich über Wochen und Monate zu ernsthaften Schäden entwickeln können.
Nehmen Sie sich deshalb ausreichend Zeit für den folgenden Hausrundgang. Was auf den ersten Blick unauffällig wirkt, offenbart sich oft erst beim genauen Hinsehen – oder Anfassen.
Gehen Sie jeden Wasserhahn im Haus einzeln ab – Küche, Bad, Gäste-WC – und beobachten Sie jeden davon für mindestens 30–60 Sekunden im geschlossenen Zustand.
Worauf Sie achten sollten:
Achtung Schon wenige Tropfen pro Minute reichen aus, um den Sensor dauerhaft zu aktivieren. Ein Hahn, der „kaum“ tropft, kann die Ursache sein.
Eckventile – die kleinen Absperrventile hinter Toiletten, unter Waschbecken oder hinter der Waschmaschine – sind häufig übersehene Schwachstellen. Eine minimale Undichtigkeit ist hier mit dem Auge oft nicht erkennbar.
Unser Tipp Fahren Sie mit einem trockenen Finger oder einem Papiertuch langsam über das Ventil und die Verbindungsstellen. Eine leichte Feuchtigkeit, die sich erst beim Berühren zeigt, kann ein klarer Hinweis auf eine undichte Stelle sein. Trocken aussehen und trocken sein sind bei Ventilen nicht dasselbe.
Prüfen Sie auch Verbindungen hinter der Waschmaschine und dem Geschirrspüler. Diese sind oft schwer zugänglich und werden selten kontrolliert.
Eine nachspülende Toilette kann ein Grund für einen bestätigten Wasserfluss sein, der schwerer zu erkennen ist. Manchmal rinnt so wenig Wasser nach, dass es weder zu hören noch zu sehen ist.
Wichtig Das Ergebnis gilt nur bei etwa 10 Minuten Wartezeit. Warten Sie länger, kann sich das Papier durch Wasser von unten vollsaugen – das Ergebnis wäre nicht mehr aussagekräftig.
Prüfen Sie auch, ob die Toilette nur gelegentlich nachspült. Manchmal hängt der Mechanismus nur in bestimmten Positionen und gibt Wasser in unregelmäßigen Abständen frei. Beobachten Sie die Toilette daher auch über einen längeren Zeitraum.
Viele Leckagen verstecken sich an Orten, die im Alltag selten beachtet werden. Gehen Sie gezielt folgende Bereiche durch:
Gartenhähne und Außenzapfstellen werden oft nicht vollständig geschlossen oder haben undichte Verbindungen zur Wanddurchführung. Drehen Sie jeden Außenhahn fest zu und prüfen Sie den Anschluss von innen auf Feuchtigkeit.
Heizungsanlagen, Wasseraufbereiter, Druckausgleichsbehälter und Rohranschlüsse im Keller sind häufige Quellen für minimale Dauerflüsse. Prüfen Sie alle sichtbaren Rohrverbindungen und Ventile mit dem Fingertest oder einem trockenen Papiertuch.
Falls Ihr Haus über einen Wasserhahn in der Garage verfügt, wird dieser oft monatelang nicht benutzt – und genau dadurch selten kontrolliert. Prüfen Sie auch hier Hahn und Verbindung.
Anschlüsse von Waschmaschine, Trockner mit Wasseranschluss oder freistehenden Spülbecken sind häufig undicht – oft ohne sichtbare Pfütze, aber mit messbarer Feuchtigkeit an den Verbindungen.
Haben Sie alle Wasserstellen in Ihrem Haus sorgfältig geprüft und sind überzeugt, dass keine der genannten Quellen die Ursache sein kann, empfehlen wir, einen professionellen Leckageortungsdienst in Erwägung zu ziehen. Spezialisierte Leckageortung arbeitet mit technischen Messverfahren, die auch Undichtigkeiten in nicht zugänglichen Leitungen – hinter Wänden, unter Böden oder im Erdreich – zuverlässig aufspüren können.
Sprechen Sie gegebenenfalls auch mit Ihrer Gebäudeversicherung.